Skip to main content

Haarentfernung

Die Haarentfernung

Wer sich auf lange Sicht von der unbeliebten Behaarung verabschieden möchte, der muss von einer temporären zur dauerhaften Enthaarung wechseln. Egal, ob mit Licht, Elektroepilation oder Laser: Die Schönheits-Industrie hat viele Techniken entwickelt, um die Haare langfristig zu entfernen. So gibt es verschiedene Methoden einer dauerhaften Haarentfernung bzw. Enthaarung. Die Rasur ist eine weitere Möglichkeit.

 

Die Haarentfernung mit Laser

Die Laserepilation zählt zu den wirksamsten und bekanntesten Formen einer dauerhaften Haarentfernung. Dabei ist das Prinzip recht einfach. Die Wellenlänge des Lichtes wird durch das Melanin des Haares in die Haarfollikel weitergeleitet und hier auf mehr als 60 Grad Celsius erwärmt. Die Wärme zerstört dabei die Haarwurzel anhaltend und schont das umliegende Hautgewebe. Nach mehreren Sitzungen ist der Betroffene frei von den unerwünschten Haaren am Körper.
Da ein geübter Umgang mit dem Laser wichtig ist, darf die Haarentfernung mit einem Laser nur von Ärzten ausgeführt werden und ist nicht im Kosmetikstudio erhältlich.
Der Grund dafür ist der Wechsel zwischen Wachstums- und den Ruhephasen der Haare. In aller Regel befinden sich nur etwa 20 bis 30 Prozent aller Haare zur gleichen Zeit in der Wachstumsphase – und nur lediglich können durch Laser durchgreifend verödet werden. Bis der Betroffene eine glatte und haarfreie Haut hat, vergehen meistens mehrere Monate.
Die Enthaarung mit Laser gehört zu den Methoden einer dauerhaften Haarentfernung. Die zerstörten Haarwurzeln bilden dann für mehrere Jahre keine neuen Haare mehr. Die neuen Laser-Geräte eignen sich für die Haarentfernung bzw. Enthaarung bei allen Haar- und Hauttypen. Auf diese Weise können selbst besonders helle und rote Farben behandelt werden, welche wenig bis kein Melanin enthalten. Die Anwendung bei dunklen Hauttypen kann inzwischen ebenfalls ohne Probleme erfolgen. Dabei ist ein besonderer Laser zur Haarentfernung mit einer Wellenlänge von 800 bis 1000 nm nötig, welcher sehr tief in die Haut vordringen kann – ohne hierbei das umliegende Hautgewebe zu verletzen.

 

Die Haarentfernung mit dem Epilierer

Der Epilierer bereitet bei der Haarentfernung bzw. Enthaarung meistens Schmerzen. Die rotierende Pinzette reißt die Haare an der Wurzel direkt aus der Haut heraus.
So ist das Gerät nicht für zarte Gemüter. Menschen mit besonders schmerzempfindlicher Haut sollten daher nicht zum Epilierer greifen. Allerdings kann sich die Haut bei regelmäßiger Haarentfernung an das Epilieren gewöhnen. Die Haut sollte dazu mit einer Hand angespannt werden und der Epilierer wird dann senkrecht aufgesetzt. Dieser kann die Haare dann sehr gut fassen, wenn diese etwa 2 bis 5 Millimeter lang sind. Wenn Gerät an langen Haaren arbeitet, ist es ein wenig unangenehmer.
Neben solchen Epilierern, die bei der Enthaarung trocken zur Anwendung kommen, bieten verschiedene Anbieter wasserfeste Geräte an. Diese lassen sich in der Dusche mit Rasierschaum nutzen.
Epilierer sind im Bereich von 20 bis zu 150 Euro recht teuer. Dafür wachsen jedoch die Haare etwa bis zu einem Monat nicht mehr.
Die sogenannte Fadenepilation als Möglichkeit der Enthaarung eignet sich außer der Rasur vor allem, um ungeliebte Haare im Gesichtsbereich zu entfernen. Friseur- und Kosmetiksalons bieten die Methode vielfach an. Diese funktioniert mit einer mehrfach überkreuzten Schlaufe. Durch das Zu- und Aufschnappen der Finger zwirbelt der Faden nach rechts und links und fängt so das Haar ein und reißt dieses aus. Die Technologie gilt neben der Rasur als recht gut verträglich und zugleich sehr gründlich. Die Haut bleibt damit bis zu vier Wochen von Haaren befreit.

 

Die Enthaarung durch die Rasur

Bei der Rasur als Möglichkeit der Enthaarung wird das Haar an der Hautoberfläche gekappt. Bereits nach ein bis drei Tagen wachsen allerdings die Haare wieder nach. Jedoch wächst das Haar nicht dicker nach. Einige Anwender der Rasur haben den Eindruck, dass die Haare danach dunkler und dicker nachwachsen. Es handelt sich dabei jedoch um eine optische Täuschung. Weil die Haare an der Haut direkt an ihrer dicksten Stelle durch die Rasur im Querschnitt geschnitten werden, wirken diese beim Nachwachsen dicker. Der Effekt der Rasur ist mit einem Friseurbesuch zu vergleichen, nach welchem die Haare mehr Volumen zu bekommen scheinen.“
Es gibt drei verschiedenen Arten von Geräten für die Rasur zur Enthaarung. Dies sind Einweg-, elektrische und System-Rasierer. Durch die Wechselklingen lassen sich vor allem die Systemrasierer lange bei der Rasur verwenden, Einwegrasierer landen nach einigen Anwendung dagegen im Müll. Einweg- und Systemrasierer sollte der Anwender mit Rasierschaum nutzen. Für eine trockene Rasur ist lediglich der Elektrorasierer geeignet. Viele Männer kürzen Bein­ oder Brusthaare ebenfalls mit einem Trimmer zur Haarentfernung.
Um die Haut auf die Rasur vorzubereiten, bietet es sich an, zunächst in Wuchsrichtung bei der Enthaarung zu rasieren und erst danach dagegen. Dies ist vor allem im Intimbereich wichtig. Da Achselhaare wachsen in Wirbeln und sollten daher von unten nach oben, von oben nach unten und quer von allen beiden Seiten rasiert werden.
Die Einwegrasierer zur Haarentfernung gibt es in großen Packungen ab etwa 25 Cent je Stück, Systemrasierer etwa ab 3 Euro. Die Ersatzklingen kosten je nach Anbieter 70 Cent bis etwa 4 Euro pro Stück. Die Aussage, dass Rasierer für Frauen zur Enthaarung systematisch für die Rasur teurer sind als die für Männer, kann nicht bestätigt werden. Systemrasierer zur Haarentfernung für Damen passen sich mit den abgerundeten Rasierköpfen sehr gut an die einzelnen Körperkonturen an. Dies erleichtert die Rasur an den schwer erreichbaren Stellen in der Achselhöhle und der Bikinizone.

 

Die Enthaarung mit Lichtimpulsen (IPL)

Neben der Epilierung und der Rasur können die Haare mit Lichtimpulsen entfernt werden. Mit der IPL-Technologie ist dies kein Problem. IPL bedeutet dabei Intense Pulsed Light und kennzeichnet eine spezielle Form der Haarentfernung bzw. der Enthaarung. Mittels einer variierenden Wellenlänge wird das Licht tief in die Haarwurzel geleitet. Hier wird der Impuls des Lichtes in Wärme umgewandelt, um die Haarwurzel zu verbrennen. Nach etwa drei bis zwanzig Tagen fallen dann die Haare aus.
Die Anwendung mit dem IPL-Gerät zur Enthaarung kann von Ärzten und auch Kosmetikerinnen ausgeführt werden. Inzwischen gibt es auch IPL-Apparate für den Hausgebrauch. Damit Verletzungen vermieden werden, sind diese allerdings nicht mit einer vergleichbaren Lichtintensität versehen.
Eine dauerhafte Haarentfernung mit IPL wird in mehreren Sitzungen vollzogen. Der Hintergrund ist dabei der Zyklus des Haarwachstums. Weil die Haare in der Ruhephase nicht entfernt werden können, sind je nach Stelle, Haardicke und Haarfarbe bis zu zehn Sitzungen in einigen Wochen zur Haarentfernung nötig.